Der Friedhof der Namenlosen und dann an der Donau entlang…

In der Nähe des Albernen Hafens (1110 Wien, 1. Molostraße) befindet sich der Friedhof der Namenlosen (Nutzung ca. 1840-1940) – gut per Rad von Simmering aus über die Gärtnereien und Kaiserebersdorf erreichbar, ca. 10 km Fahrt.

Zuerst kommt die Kirche ins Blickfeld und das auf ihr befindliche, bemalte Schild auf dem ein 8-jähriges Mädchen den Himmel beschreibt. –

Man steigt die Stufen hinunter und entdeckt einen stillen Ort, die Großteils namenlosen Gräber sind mit einem schmiede-eisernem Kreuz bestückt.  Hier fanden Menschen ihre letzte Ruhestätte, die von der Donau angeschwemmt wurden…

Im Schatten der Bäume genießt man die Ruhe, doch da der Tag ein strahlender ist, geht es weiter die Donau entlang, eine Weile mit Blick auf die Donauinsel…

…bis wir ein schönes Plätzchen für ein Picknick gefunden haben – auch ein Storch lässt sich nicht von uns stören. Idylle pur!

Bevor es heimwärts geht, legen wir in  Kaisererbersdorf bei Pan (1110 Wien, Kaiser-Ebersdorfer-Str. 330) eine Eiscafé-Pause ein, ansprechend ist der großzügige natürlich beschattete Gastgarten (viele Kastanienbäume!), der auch mit einem eigenen Kinderspielplatz punktet.

 

Viel Spaß beim Erkunden neuer Orte und Plätze!  

 

 

 

Woche 8: Alles geht vorbei…

… auch die verordneten wochenlangen Beschränkungen, die v. a. das unmittelbare Miteinander betrafen – das fehlende direkte Gemeinsam-Sein konnte auch durch (Video-)Telefonie nicht ausgeglichen werden.

Als soziale Wesen haben wir Lockerungen herbeigesehnt – diese sind nun bereits seit einer Woche aktiv, nächste liebste Menschen wurden getroffen und Friseure sind gestürmt worden 🙂 .

Freund*innen haben gemeint „es dauert, solange es dauert“ oder „betrachte das Ganze als eine Übung, dann ist Einiges nur mehr halb so wild“… und im aktuellen SOS-Kinderdorfboten ist folgende bereits in jungen Jahren erkannte lebenserfahrene Aussage zu finden (S. 3, Julia, 18): „Egal welche Probleme bestehen, nichts ist aussichtslos. Hilfe gibt es immer und Hoffnung besteht ewig.“ 

Es ist also eine Einstellungssache, ob wir Vertrauen in die Zukunft haben, neuen Wegen aufgeschlossen sind, sowie Zuversicht haben, diesen ver-rückten Zeiten weiterhin vernünftig begegnen zu können…

Grün ist die Farbe der Hoffnung und die Natur hat uns diese Farbe in allen Schattierungen in den letzen Wochen vor Augen geführt, es grünt und blüht in vollster Pracht. „Alles neu macht der Mai“, heißt es in einem Lied und auch das gibt Hoffnung.

Farben können den Alltag freundlicher gestalten. Mich erfreuen ja – bekanntlich – die Lila-Töne sehr. Vielleicht auch, weil diese Farbe zur Entspannung beitragen, aber auch die Kreativität steigern und zum Nachdenken anregen kann… – sie ist vielfältig in der Natur vertreten:

 

Viel Freude mit der bunten Welt und euren Lieblingsfarben sowie viele kreative Ideen für die Zukunft!

Bleibt gesund und achtsam!

 

Woche 7: Kauft regional ein und begrünt und bepflanzt eure Wohnungen, Balkone und Gärten…

… denn das Wühlen in der Erde, das Säen und Pflanzen sorgt für gute Stimmung. Nebenbei erhält man noch eigenes Gemüse und ist stolz darauf, dass es wächst, außerdem bringen Blumen Farbe ins Zuhause. Selbst ohne Balkon und Garten kann auch nur am Fensterbrett Einiges gezogen werden,  Kräuter bieten sich hier z. B. an. Eigens dafür konstruierte Blumenkastenhalterungen helfen dabei.

Wir haben dieses Jahr Basilikum-, Tomaten- und Kürbispflanzen vorgezogen, einige Pflanzen werden wir verschenken, die Radieschen und die Erdbeere bleiben!

Mit Mai beginnt auch wieder die Selbsterntesaison – bereits das 6. Jahr gärtnern wir  fleißig, zusammen mit Freund*innen haben wir eine 45 Quadratmeter große Parzelle, die uns bis in den Herbst und darüber hinaus versorgt.

Hier einige Anbieter für euch:

Auch in der Stadt wird – wenn man genau schaut – auf Baumscheiben und verschiedensten Grünflächen, groß oder klein, gegärtnert:

Und mit regionalem Einkaufen von Obst und Gemüse können wir  unsere Betriebe unterstützen – in Simmering habe ich bereits ausprobiert und kann ich empfehlen:

  • Feigenhof
  • Paradeiserkistl
  • verschiedene Salate (wie z. B. auch Rucola), Gurken oder Salatpflanzen, die bei der Familie Winklhofer in der Hörtengasse 43, 1110 Simmering  abholbar sind (täglich von 08:00 Uhr -20:00 Uhr). Eine Freundin hat diesen Tipp von ihrer Tochter aus Berlin, die wiederum hat ihn auf Facebook entdeckt. 🙂 – und zu finden ist dieser Salat-Hotspot auf der Facebook-Seite der Hörtengassler. Wir haben mittlerweile schon ein paar Mal Salat geholt – 3 Stück um € 2,-.

Wer nun keinen grünen Daumen bzw. nicht die kleinste Fläche für Pflanzen zur Verfügung hat,  dem sei – wie allen – das Waldbaden ans Herz gelegt. Die bioaktiven Stoffe der Bäume stärken unser Immunsystem – verschiedenste Artikel und Studien haben darüber bereits berichtet. Die Stille des Waldes und das Grün der Bäume wirken beruhigend – hier können wir uns einfach erholen…

 

Bis nächste Woche! Und bleibt gesund!

 

 

 

 

Woche 5 + 6: Geht hinaus und entdeckt euer Grätzl / euren Bezirk

Eine Bursitis in der Schulter zwang mich zur Schreibpause… Zeit zum Nachdenken, zur Reflexion, zum Lesen, aber auch für Spaziergänge. Entdeckt euren Bezirk, schaut euch die Fassaden genau an, erkundet die Seitengassen, schmunzelt über Vorgärten und Details, erfreut euch an der Buntheit, die euch begegnet…

Simmering braucht sich nicht zu verstecken 🙂 :

  • Verschiedene Fassaden, die unsere Wohnhäuser tatsächlich schmücken – auch bei modernen Bauten sind durchaus interessante Ideen zu finden, nicht nur graue Betonklötze pflastern unsere Stadt.
  • Die wohl schönste Kleinwohnungssiedlung, die Simmering (vielleicht auch ganz Wien) zu bieten hat, wartet mit Ideen auf.
  • Phantasievolle Vorgärten lassen unseren Blick verweilen.
  • Details, die ohne genaues Hinsehen leicht übersehen werden können, bringen uns zum Schmunzeln.
  • Farbe, reißt uns aus dem Grau der Stadt.
  • Für Kinder gibt es Beschäftigungsangebote zum Pflücken
  • Und der Regenbogen begleitet uns auf Schritt und Tritt – man muss nur genau hinsehen…

Außerdem ein passender Tipp für euch, im Bezirksblatt entdeckt: Wer nicht so gut zu Fuß ist, der kann auf folgender Webseite Wien und die unterschiedlichen Bezirke entdecken:  http://www.stadtflanerien.at/.

Fotografisch, akustisch und literarisch flaniert man durch Wien und hat hoffentlich  bald wieder die Möglichkeit auch tatsächlich an geführten Spaziergängen teilzunehmen. Es ist spannend Neues und Altes über die Stadt zu erfahren, in der man lebt…

Ich wünsche euch spannende, bunte, lustige Entdeckungen – ein wunderbares Foto hat mir meine Freundin Lore zur Verfügung gestellt – entdeckt hat sie diesen Postkasten in ihrem Bezirk:

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Bis nächste Woche! Und bleibt gesund!

 

Woche 4: Bleibt kreativ! Nicht nur zu Ostern…

Ostern ein Fest bei dem der Glaube an die Erneuerung des Lebens eine große Rolle spielt… und auch die Kreativität bei der Vorbereitung und beim Feiern Raum einnimmt.

Beim Spazierengehen entdeckt man geschmückte Gärten und Fenster:

In den Wohnungen ist man auch auf Ostern vorbereitet, Eier wurden gefärbt und es wurde gebastelt:

 

Nutzt diese Kreativität auch nach Ostern – für mich ist es z. B. Serviettentechnik, kinderleicht und relativ schnell – das ist wichtig für mich 🙂 – entstehen schöne Geschenke und nützliche Dinge – Aufbewahrungsdosen (für Samen und Gartenutensilien), Geschenkboxen, beleuchtete Flaschen, Teller… – der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Notwendig sind schöne Servietten (nur die bedruckte Schicht), Schere, Farben und Lack & Leim – und los geht´s:

Mein Mann ist ausgebildeter Schriftenmalermeister, verschönert z. B. unsere Kleidung… 

…und zeichnet für sein Leben gerne: kritische Zeichnungen zum Umweltschutz, Comics und wunderschöne Ansichtskarten. Die hier ist für euch: FROHE OSTERN! 

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„Jeder kann Kochen“, heißt es im Film Ratatouille und wir sagen, „jede/r kann kreativ sein!“ – Viel Freude dabei!

Und danach muss auch für das leibliche Wohl gesorgt sein…

 

Bis nächste Woche! Und bleibt gesund!

 

Woche 3: Bleibt in Bewegung – für Körper, Geist und Seele

Ziemlich lange kommt einigen von uns das Allein- oder Zu-Zweit- oder im Familienkreis-Bleiben schon vor und die Couchpotatoes sowie Online-Junkies vermehren sich rasant… doch bleibt in Bewegung, das hilft Körper, Geist und Seele.

Mit den Händen in Bewegung zu bleiben bedeutet z. B. lt. Yoshiya Hasegawa gegen die Vergesslichkeit zu arbeiten – das Gehirn wird aktiviert und motiviert, die geistige und körperliche Beweglichkeit gestärkt. Im Ratgeber „Daumen-Yoga für das Gehirn“ (Goldmann-TB Nr. 22259) kann man nachlesen, was es damit auf sich hat und die Übungen dazu werden genau beschrieben – eine Minute täglich soll reichen 🙂 …

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Natürlich sind auch Stricken, Häkeln oder sich gar in Origami üben Fingerfertigkeiten, die uns in Bewegung bleiben lassen. Anleitungen lassen sich natürlich online finden (danke Gitti für die Origami-Tipps und Fotos), können telefonisch erfragt werden oder man häkelt einfach so darauf los und verschönert die Glastrinkflasche mit einem Maschenlook:

Gitti hat mit saisonalen Faltobjekten begonnen – Ostern steht ja vor der Tür: Hase, Ostereier, Huhn wurden in Papierform gebracht, die gesamte Osterdeko kann selbst hergestellt werden und auch danach sind den Falter*innen keine Grenzen gesetzt.

Hier einige Links auf Youtube, die Gitti für ihre neue Faltlust verwendet hat:

Hase: https://www.youtube.com/watch?v=JgsjWspFy-o
Ostereier: https://www.youtube.com/watch?v=FohOF_ugTMw
Huhn: https://www.youtube.com/watch?v=FohOF_ugTMw
Dackel: https://www.youtube.com/watch?v=CDxgQTZeDhg
Katze: https://www.youtube.com/watch?v=CnbvJSLzqp0
Kranich: https://www.youtube.com/watch?v=Jm7SZoCczfw
Maus: https://www.youtube.com/watch?v=nKkvYsJIR2o
Schmetterling: https://www.youtube.com/watch?v=ymcBLB8CrLM

Einige von euch lösen gerne Rätsel – in den „Escape the Room“-Spielen sind Kombinationsgabe und logisches Denken gefragt, um einen Raum verlassen zu können, um zu einer Formel zu gelangen, um einen Tresor zu knacken… Einige Anbieter stellen diese Denkspiele bereits online zur Verfügung, doch auch hier gibt es ein Buch (Hiese, Kirsten: Mach dich fit für den Escape Room. Die Challenge mit 84 Logikrätseln), das solche Logikrätsel beinhaltet. Man arbeitet im und mit dem Buch und ja, es macht Spaß ein Rätsel endlich gelöst zu haben und auch festzustellen, wie kompliziert man manchmal denkt – die Lösung ist oft näher als man denkt:

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Und wenn wir schon beim Spielen sind – auch bei Brettspielen muss manchmal ganz schön überlegt werden – ob Mensch-ärgere-dich-nicht, Verrücktes Labyrinth, Can´t Stop oder Qwirkle (und wir haben noch mehr Spiele zu Hause) ein Spieletag macht einfach Spaß. Und Qwirkle macht einfach süchtig… noch jede/r, der/die mit uns dieses Spiel gespielt hat, hat es sich zugelegt, eigentlich müssten wir schon prozentuell am Gewinn beteiligt sein 🙂 :

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Und nicht vergessen, auch für Personen, die allein sind, gibt es Brett-Spielmöglichkeiten – z. B. Solitaire… Bitte melden, wer hier weitere Tipps beisteuern kann!

Den Körper dürfen wir natürlich bei all den geistigen Betätigungen nicht außer Acht lassen – viele Sport- und Yoga-Institute haben bereits auf Online-Training und Lernen via Video umgestellt. Diejenigen unter uns, die bereits seit einiger Zeit zu Pilates-, Yoga-oder anderen Fitness-Kursen gehen, wissen wie die Übungen durchgeführt werden müssen und sind sich auch bewusst, welche Übungen für ihren Körper machbar und gut sind…

Für diejenige unter euch, die diese Möglichkeit nicht haben, schickt euch Andrea, meine Pilates-Trainerin (VHS 11) diese Woche die Übung „Das innere Lächeln“, ein Entspannungstraining, eine Meditation für mehr Gelassenheit und innere Aufmerksamkeit.

Das innere Lächeln

Setz dich bequem hin, den Rücken gerade, die Füße in festem Kontakt mit dem Boden. Schließe die Augen, um sich nicht von außen ablenken zu lassen. Entspanne den Mund und lass ihn lächeln. Du wirst jetzt das Lächeln nach innen richten.

Lenke es nun in deine Augen. Verlagert euer Gewahrsam in eure Augen und stellt euch vor, dass dieses Lächeln aus ihnen hervor strahlt, um alles in einer harmonisierenden Energie in sich aufzunehmen. Bleibt für eine Weile in jeder Region, in die ihr das Lächeln schickt.

Lenkt nun eure Aufmerksamkeit  auf euer Gesicht und eure Kinnlade. Stellt euch vor, dass der warme Schein des Lächelns alle Falten glättet und alle Spannungen aus den Kiefern entlässt.

Das Lächeln wandert weiter zum Hals, zur Kehle und zum Nacken – konzentriert es auf diese Bereiche.

Von dort fließt es weiter in den Brustbereich und die Lungen.

Lasst euer Herz sich in eurem Lächeln sonnen und fühlt, wie es mit jedem Herzschlag, Liebesenergie in jede Zelle pumpt.

Richtet nun die Aufmerksamkeit weiter auf den Bauchbereich. Lächelt in eure Leber und eure Nieren. Danach lenkt sie auf das Steißbein und von dort langsam das Rückgrat hinauf bis zum Kopf.

Etwas später auf den Nabel, auf das Qi.

Euer ganzes Wesen sollte sich nun durchleuchtet fühlen. Ihr habt ein angenehmes Gefühl des Wohlbefindens. Ihr fühlt euch nicht nur gesund, ihr habt auch das Gefühl, dass alles in Ordnung ist.

Öffnet nun die Augen, behaltet aber euer Lächeln bei. Übt diese Meditation – am Morgen und vor dem Schlafengehen. Oder mehrmals am Tag. Überall dort, wo ihr ruhige Momente benötigt. Vor allem, wenn man sich schwierigen Situationen stellen muss.

Probiert diese Übung aus – ich wünsche euch, dass sie euch die notwendige Ruhe und Gelassenheit für diese besonderen Wochen bringt.

Und Kreativität ist in diesen Zeiten natürlich auch sehr gefragt – bei einem Spaziergang habe ich dies auf einem Gartenweg und einer Hausmauer gefunden:

 

Bis nächste Woche! Und bleibt gesund!

Woche 2: Bleibt neugierig und probiert Neues aus!

Viele Ideen und Tipps haben mich erreicht. Dafür möchte ich DANKE sagen – an euch und für diejenigen, die ihr damit unterstützt.

Mit zwei Brot-Back-Rezepten, eines für Könner*innen und eines für „Faule“ möchte ich die Ideenreise beginnen:

Andrea – meine Pilates-Trainerin in der VHS-Simmering sowie Koch-und Backprofi – stellt hierfür folgendes Rezept und auch das Foto mit zwei Brotlaiben zur Verfügung.

Man muss zwar schon für die Zutaten einkaufen gehen, aber es zahlt sich aus, dass man beobachten kann, wie sich ein Teig verändert und lebt, wie man ihn zu etwas erschaffen kann, dass die Endorphine springen lässt und auch noch gesund ist für den Darm.
Gebraucht wird für einen Laib (1kg):
1/2 kg Roggenmehl (gerne Vollkorn, das bekommt man zur Zeit wohl eher,
weil es zumeist ohnehin ein Stiefkind ist)
1/2 kg Dinkelmehl (auch Vollkorn möglich)
2 Pkg. Trockengerm
1 EL Salz
1-2 EL Brotgewürz (oder selber zusammengestellt aus Fenchel, Kümmel
und Koriander)
ca. 600-700 ml Wasser
je nach Gusto (Auswahl und Menge) Leinsamen, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne

Mehl, Salz, Germ, Gewürze, Sämereien vermischen und per Maschine mit
Knethaken oder per Hand (ein nettes Workout) langsam Wasser einrühren.
Je nach Wetter und Luftfeuchtigkeit variiert die Menge und man merkt das
Ergebnis, wenn der Teig eine Kugel formt und nicht mehr klebt. Dann in
eine größere, mit Mehl ausgestaubte Schüssel legen und für eine Stunde
an einem warmen Ort gehen lassen. Wir basteln ihm immer eine Höhle aus
Decken und Pölstern. Danach formt man ihn zu einem runden oder langen Laib
oder wer hat, legt ihn in ein Semperl und lässt ihn dort oder schon am Blech
noch einmal für 30 min wieder warm ruhen.

Das Backrohr auf 200 Grad vorheizen und eine temperaturfeste Schüssel mit
Wasser auf den Boden stellen. Oder den Herd, wenn er die Funktion hat,
auf Ober-Unterhitze mit Feuchtigkeits-Zirkulation einstellen. Noch ein Tipp:
Wer ein Backblech mit Löchern hat (nicht der gängige Gitterrost, dort würde
der Teig unten die Linien eingedrückt bekommen) legt das Backpapier oder
die Dauerbackfolie darauf und dann den Rohling. So bekommt er auch von
unten genug Wärme. Sonst auf das normale Blech, aber dieses schon beim
Vorheizen im Ofen lassen.

Den Laib in der Mitte oder kreuzweise einschneiden und mit etwas Mehl
bestreuen. Für eine Stunde backen und danach vollständig auskühlen lassen,
sonst zerfranst er beim Schneiden. Lässt sich auch gut einfrieren!

Hier das Ergebnis:

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Für die „Faulen“ bin ich zuständig – das Brotrezept für Anfänger*innen hat fast die gleichen Zutaten, nur die Vorbereitung des Teiges, bevor er in den Ofen kann, ist etwas schneller – hier das Rezept:

Gebraucht wird:
1/2 kg Dinkel-(Vollkorn)Mehl
bis zu 16 EL verschiedene Samen und Kerne nach Lust und Laune, z. B. Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Leinsamen, Sesam, Chiasamen, Walnüsse… (vier Sorten pro Brot sollten reichen, um die Geschmacksnerven nicht zu sehr zu verwirren)
1 Pkg. Backpulver (oder Trockengerm)
2,5 TL Salz
Brotgewürz, gibt es schon in verschiedenen fertigen Variationen zu kaufen: Hausbrot, Bauernbrot oder selber mischen: z. B. Fenchel, Kümmel, Koriander, Oregano, Pfeffer, Zimt – eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – euch muss es schmecken!
1 EL Honig
1/2 l Buttermilch (oder lauwarmes Wasser)
Alle Zutaten in eine Schüssel geben und gut verrühren. Der Teig ist klebrig – das ist gut so! Den Teig in eine gebutterte, gemehlte Form füllen, gut verteilen und diese in den auf 220 Grad, Umluft vorgeheizten Backofen geben.
In zwei Schritten backen: Ca. 40 min bei 200 Grad, danach ca. 20 min bis 30 min bei 150 Grad. (Evtl. Klebeprobe mit Stricknadel machen.)
Aus dem Backrohr nehmen – etwas auskühlen lassen, wie einen Kuchen auf ein vorbereitetes Brett stürzen. Genießen! Schmeckt lecker, auch nur mit Butter – am Foto seht ihr das Brot mit Butter und Karottengrün-Pesto.

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  • Mit ganz bewusst Musik hören (von Lieblingssongs, die man sowieso Zuhause hat über Musik, die auf Youtube gefunden werden kann und die Situation betreffen, zum Beispiel „Auf Amol“ von Schuerzenjager),
  • über Puzzle zusammenbauen und
  • ein gutes Buch bei einem Glas Wein lesen

wird nach dem Essen traditionell bei euch entspannt. Doch auch Neues oder Wiederentdecktes wurde von euch geschildert:

  • Wie wär´s mit einer Runde Bauernroulette (oder mit einem anderen Spiel mit einfachen Regeln) über What´s App? Letzte Woche zwischen Wien und Tirol ausprobiert… (Danke Maria) oder
  • Gründet eine Küchencombo mit euren Kindern oder Mitbewohner*innen –  Musikinstrumente sind die zur Verfügung stehenden Kochutensilien (Kochlöffel, Küchenreibe, Töpfe…) – und denkt daran, nicht zu laut 🙂 (Danke Masoum) oder
  • Lernt wie Barbara, wunderbare Shiatsu-Praktikerin, Videos und Podcasts auf der eigenen Webseite zu veröffentlichen – ihre geführten Entspannungsübungen für Zuhause  können wir dadurch dankenswerterweise auf ihrer Homepage Spür dich ansehen, mitmachen und dadurch auch in Bewegung bleiben.

Und vergesst nicht, eure Stadt (euer Dorf) bei einem Spaziergang neu zu entdecken – die Natur, Spannendes, Interessantes, Buntes wartet auf euch, auch wenn ihr allein (oder mit Mitbewohner*innen) unterwegs seid.

Bis nächste Woche! Und bleibt gesund!

 

Woche 1: Bleibt optimistisch! – Gesammelte Ideen und Tipps

Liebe Leser*innen, 

diesmal bitte ich euch um Mithilfe – sendet mir eine E-Mail: dielilaseite@gmx.net oder kommentiert diesen Beitrag mit einer konstruktiven Idee oder einem besonderen Tipp wie ihr diese Zeit der fehlenden physischen Kontakte positiv nutzt und übersteht… Ideen und Tipps für Einzelpersonen, zu Zweit, als Familie –  alle sind willkommen. Gerne möchte ich auch jenen ein Sprachrohr sein, die dies aufgrund des fehlenden Equipments oder Wissens nicht tun können. 

Danke! Denn nur gemeinsam, gegenseitig auf uns achtend können wir diese Situation gut meistern…

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Das ist der kreative Beitrag meines Mannes auf unserem Balkon… vielleicht eine Motivation für die eine oder den anderen für euch? Auch Fenster lassen sich bekleben… Fotos veröffentliche ich gerne nächstes Mal! 🙂

Auf der Seite des Sozialministeriums findet ihr ein Informationsblatt, das in Kurzform Folgendes beinhaltet:

  • Schafft euch eine Tagesstruktur.
  • Beschränkt den Medienkonsum und konsumiert Medien bewusst.
  • Bewegt euch (in der Wohnung mittels Yoga, Pilates, Gymnastik,… oder bei einem Spaziergang allein oder nur mit Mitbewohner*innen draußen).
  • Pflegt eure Sozialkontakte weiterhin – mittels Telefon, Videotelefonie, Skype u. ä.
  • Fokussiert euch auf Positives. – Nehmt euch jeden Tage etwas Schönes vor!

Was kann dieses Schöne sein?

  1. Ganz bewusst eine Tasse Lieblingskaffee oder -tee trinken…  /  ein Regal oder einen Schrank entrümpeln / etwas Einfaches zum Basteln entdecken oder etwas Zeichnen / einen Dankesbrief schreiben an die/den Supermarktkassierer*in, den /die Postzusteller*in… oder
  2. Ein gutes Buch lesen – 30 Minuten lesen täglich reduziert Stress. Lesen ist alleine möglich, aber auch zu zweit – auch seiner/m Partner*in, Mitbewohner*in kann man vorlesen. Vielleicht ist ein besonderer Satz dabei, den man sich notieren möchte – das mach ich z. B., wenn ich lese: Eines wurde ihm klar, daß Vereinigungen den Menschen stärker machen und die guten Eigenschaften des einzelnen zur Geltung kommen lassen; (…) – aus: Calvino, Italo: „Der Baron auf den Bäumen“. Fischer TB Verlag 90441, Frankfurt am Main 2012, S. 137 oder
  3. Um das Lachen nicht zu verlernen, Michael Niavaranis Angebot nutzen und verschiedene Globe-Wien-Produktionen kostenlos auf der Seite player.globe.wien online anschauen. Darunter fallen seine Shakespeare-Produktionen und auch sein Gespräch mit Otto Schenk „Zu blöd, um alt zu sein“. Auch Gastbeiträge von Andreas Vitasek und Otto Jaus sind dabei! (Danke Silvia für den Tipp!) oder
  4. Wer gerne in Museen geht, kann sich 12 davon virtuell genauer ansehen – z. B. das British Museum in London, das Guggenheim Museum in New York, aber auch das Pergamon Museum in Berlin sind dabei – „12 berühmte Museen“  (Danke Jelena für den Tipp!) 

Nächste Woche folgen weitere Tipps und Ideen.

Bis dahin noch ein paar Farbtupfer für euch:

 

 

 

 

 

 

Graf & Gräfin im Raimundhof

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1060 Wien, Mariahilfer Straße 45 – im Raimundhof gelegen

Tel.: + 43 1 585 06 30

Öffnungszeiten: 
Montag bis Donnerstag: 11:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Freitag: 11:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Samstag: 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr

Der Raimundhof ist ein sogenanntes Durchhaus, das die Mariahilfer Straße mit der Windmühlgasse verbindet und kleine Lokale und ansprechende Geschäfte beherbergt.

Wir (mein Mann und ich) haben uns diesmal bewusst für das Stöbern in zwei bestimmten Läden, nämlich in Graf & Gräfin entschieden – vis-á-vis gelegen lassen sie Männer- und Frauenherzen gleichermaßen höher schlagen. Mit der aus Hamburg stammenden Gründerin der Gräfin (2007) – Frau Klaps – haben wir fein geschnackt (geplauscht) und dabei erfahren, dass die Idee aus Amsterdam stammt…

Tochter und Sohn von Frau Klaps sind nicht nur die Gründer des Grafen (2012), sondern auch künstlerisch vertreten – Schmuck und Artprints aus deren eigener Ideenwerkstatt können genauso erworben werden wie ausgesuchte Geschenke, Lederwaren, Mode, Haushaltsartikel u. v. m. Kein Schnick-Schnack, sondern ausgewählte, v. a. brauchbare und schöne Stücke werden angeboten.

In beiden Läden verweilt man gerne und wenn man danach noch keine Lust auf die trubelige Stadt hat, genießt man seinen Tee in Sir Harly´s Teestube, in der die Zeit stehen geblieben ist – wir hatten auch das Glück die letzten Scones für diesen Nachmittag zu ergattern…

Danach fiel uns noch die Galerie Farbenspiel ins Auge, das Motto „das Leben ist bunt“ ist hier klar und deutlich vorrangig, die Bilder sind voll Energie und darauf legt Frau Kearney besonderen Wert…

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Mehrwert:

  • mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar (U3 – Neubaugasse)
  • Hof an der Mariahilfer Straße, der Ruhe vom geschäftigen Treiben anbietet und dennoch mit vielen interessanten Läden und Lokalen aufwarten kann
  • Graf & Gräfin verströmen Erlesenheit, die zu erwerbenden Objekte sind gekonnt in Szene gesetzt
  • Auch Männern wird es nicht langweilig – sie können getrost zur Shopping-Tour mitgenommen werden und finden auch das Eine oder Andere mitnehmenswert 🙂

 

Charity-Weihnachtszauber im Park Hrabalek

Im Park Hrabalek im Böhmischen Prater findet dieses Jahr bereits zum zweiten Mal ein Adventmarkt mit Sinn statt. Ernst Hrabalek stellt die Weihnachtsstände kostenlos für Charity-Vereine und -Projekte zur Verfügung.

ÖFFNUNGSZEITEN ab 29.11.2019 an allen Adventwochenenden:
Freitags: 15:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Samstags: 13:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Sonntags: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Adresse: 1100 Wien, Laaer Wald 473
Telefon: +43 680 121 88 88
E-Mail: info@park-hrabalek.at

 

 

Die Kinderkrebshilfe, das Rote Kreuz, der Lionsclub, die Obdachlosenhilfe, der Verein Kiwanis, der Verein Plastic Planet – um nur einige zu nennen – sind vertreten. Durch das Sammeln von Plastikstöpsel können die Behandlungen und Therapien von Kindern finanziell unterstützt werden, beim Kauf von Frau Thalers farbenfrohen Kleidern oder Mänteln geht der Erlös, abzüglich der Materialkosten, an Kiwanis – auch hier werden Kinder unterstützt, nicht nur per Geld, sondern v. a. mittels persönlichem Einsatz. Beim Kauf von Keksen, Maschen für den Weihnachtsbaum, Weihnachtsschmuck, witzigen Taschen, Postkarten usf. erhalten Obdachlose einen Schlafplatz und Verpflegung, für Menschen mit besonderen Bedürfnissen sind dadurch Ausflüge möglich – viele weitere Projekte können durch eure Hilfe unterstützt werden! Macht mit, genießt die Atmosphäre und seid dankbar, dass es euch gut geht!

 

Besonders schön – zum Abschluss – ist eine Fahrt mit dem Ringelspiel (dem ältesten in Europa, Baujahr 1895), das lässt die Seele wieder Kind sein! Traut euch! 🙂

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Eine schöne und sinnige Adventzeit!