Breitenseer Lichtspiele und die Kaiser des Slapsticks

1140 Wien, Breitenseer Straße 21 – http://www.bsl-wien.at/

01/982 21 73

Der gestrige, etwas verregnete Tag, war perfekt fürs Kino – und in einem der sicherlich ältesten Kinos der Welt wurden stilvoll Stummfilme gezeigt. Begleitet vom Stummfilmpianisten Gerhard Gruber (http://www.filmmusik.at/), der seit 30 Jahren als einer von wenigen dieses Handwerk versteht und Film und Musik in Einklang bringt. Als Schmankerl waren die Filme vom Tonkünstler Ralph Turnheim (http://leinwand-lyrik.de/) äußerst wienerisch und in humorvoller Erzählkunst untermalt. Ein Erlebnis – visuell und akustisch – „Licht aus, Film an“ wurde zu Beginn eines Films immer angekündigt:

  • One A. M. (1916) – Charly Chaplin versucht tolpatschig – wie immer – um ein Uhr nachts in sein Bett zu gelangen, mit vielen Zwischenfällen. Man schwelgt in Mitleid.
  • One Week (1920) – Buster Keaton, jung vermählt, wird in einer Woche ein Fertigteilhaus aufstellen – wie das gelingt, und ob, wurde köstlich erzählt.
  • Never Weaken (1921) –  Harold Lloyd organisiert seiner Verlobten Patienten, damit sie ihren Job behalten kann und muss vermeintlich feststellen, dass sie einen anderen hat. Dies bringt ihn in Versuchung dem Leben zu entsagen, will aber nicht gelingen und schlussendlich wird auch alles wieder gut.
  • Als Zugabe gab es „Putting Pants on Philip“ (1927) mit Stan Laurel und Oliver Hardy:  Piedmont M. erwartet seinen schottischen Neffen Philip, der im Schottenrock gekleidet,  die Menschen in Amerika irritiert. Versuche ihm Hosen anzupassen, scheitern schlussendlich, eine Dame ist dabei nicht ganz unschuldig…

Tatschlich waren wir also Augenzeugen der „Kaiser des Slapsticks“ – Alt und Jung, Groß und Klein haben sich köstlich unterhalten – eine Kinderstimme wollte wissen „wann machst du wieder so was Lustiges?“ – und schon bekamen wir einen Eindruck für November 2018 (23.-25.11.) in den Breitenseer Lichtspielen:

  • Der schwarze Pirat (1926): Stummfilm, aber in Farbe mit Douglas Fairbanks – bekannt als Zorro, spannend!

Alte Kinos haben ein besonderes Flair, kämpfen in unserer digitalen Welt aber ums Überleben. – Helfen wir doch mit, es lohnt sich… schaut euch das spannende Programm an. Interessant ist sicher das Kurzfilmfestival am 16. Juni 2018 ab 13:30 Uhr. Und es gibt auch Sitzpölster für den Allerwertesten…  🙂

 

 

 

 

 

 

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